Von Melanie Amann, Jörg Diehl, Martin Knobbe, Timo Lehmann, Sven Röbel, Wolf Wiedmann-Schmidt

Drei Menschen waren live dabei, als Stephan Balliet am vorvergangenen Mittwoch - am jüdischen Feiertag Jom Kippur - in Halle vergebens versuchte, in die Synagoge einzudringen, stattdessen eine Passantin erschoss und einen Gast in einem Dönerimbiss. Drei Menschen, die das 36 Minuten lange Dokument der Taten, aufgenommen von Balliets Helmkamera, auf dem Internetportal "Twitch" betrachteten, offenbar ohne die Polizei zu informieren.

Die Ermittler des Bundeskriminalamts suchen nun diese drei Menschen, um sie zu befragen und vermutlich zu belangen. Kein leichtes Unterfangen, hatten die drei doch möglicherweise den sogenannten Tor-Browser verwendet, der die Rechner seiner Nutzer verschleiert. Bislang enden die Spuren der IP-Adressen in den USA und in der Schweiz.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 43/2019.
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