Es ist die Nacht zum Tag der Deutschen Einheit, als Christoph Gröner erfährt, dass seine Firma zum Ziel eines Anschlags geworden ist. Gröner ist Immobilienentwickler, Multimillionär, eine der schillerndsten Figuren der Branche. Einer, der auch in TV-Talkshows sein Gesicht hinhält, der gern mal aneckt und Sätze sagt wie: "Es gibt kein Recht auf eine Wohnung in Kreuzberg."

Gröners Unternehmen, die CG Gruppe, baut jedes Jahr viele Hundert Wohnungen in Deutschland, vorwiegend im hochpreisigen Segment. Seine Firma – 700 Mitarbeiter, elf Millionen Euro Gewinn in 2017 – wächst und wächst. Für viele ist Gröner die Personifizierung des renditegierigen Immobilienhais, der reich und reicher wird, während andere kaum noch eine Wohnung finden.

In der Nacht zum 3. Oktober haben Unbekannte auf einer von Gröners Baustellen in Leipzig Feuer gelegt. Zwei Baukräne brennen. Es besteht die Gefahr, dass die Stahlkolosse auf anliegende Wohnhäuser stürzen, die Anwohner werden in Sicherheit gebracht. Gröner ist alarmiert,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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