Auf der Titelseite von Österreichs einflussreichster Tageszeitung steht seit Jahr und Tag in kleinen Buchstaben ein großes Wort: "Unabhängig". Am Sonntag vergangener Woche war das Wort noch breiter und höher als sonst, gewachsen um knapp fünf Schriftgrade. Es war ein Statement und nicht das einzige. Auch die Website der "Krone" ziert seit dem Wochenende ein fettes Werbebanner in eigener Sache: "Unabhängigkeit ist unser höchstes Gut."

Am Freitagabend zuvor hatte die Redaktion fassungslos zugesehen, wie jene Unabhängigkeit 2017 von einem künftigen Vizekanzler Heinz-Christian Strache prahlerisch verschachert werden sollte: SPIEGEL und "Süddeutsche Zeitung" hatten ein Video veröffentlicht, das Strache in einer Villa auf Ibiza zeigt. Der FPÖ-Politiker versprach einer vermeintlich russischen Oligarchennichte dort, wenn sie die Zeitung vor der Wahl übernähme, könnte man "zack, zack, zack" drei, vier Leute in der "Kronen"-Redaktion abservieren, durch neue, genehme ersetzen und seiner Partei zum

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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