Vor zwei Jahren, am 14. Juli 2016, raste ein muslimischer Terrorist mit einem Lkw über die Promenade des Anglais in Nizza und tötete 86 Menschen, 458 wurden verletzt – ein Attentat, geboren aus Hass und religiösem Wahn.

Am selben Ort, auf der Promenade des Anglais, ließ auch der deutsche Schriftsteller Hermann Kesten 1949 seinen Roman "Die fremden Götter" beginnen – eine bewegende Geschichte aus dem Nachkriegsfrankreich, die längst vergessen ist und die nun vom Schweizer Verlag Nimbus neu aufgelegt wird.

Die Koinzidenz des Ortes scheint auf den ersten Blick belanglos zu sein. Doch auch Kestens Roman dreht sich um die zerstörerische Wirkung von religiösem Fanatismus und Intoleranz. Seine Protagonisten sind freilich keine Muslime, sondern gläubige Juden und Christen.

Kesten lässt die 17-jährige Luise an einem sonnigen Tag über die Promenade des Anglais radeln. Die junge Frau schaut dabei immer wieder zurück, um sich zu vergewissern, dass ihr niemand folgt, schließlich biegt sie in eine Nebenstraße

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!