Männliche Gesichtsbehaarung kann starke Gefühle auslösen. Ungestutzte Nasenhaare, überlange Ziegenbärte oder wuchernde Augenbrauen rufen Ekel, Irritation oder Wut hervor. Doch was sind sie im Vergleich zu dem, was unter Barbieren der "Zweifingerbart" genannt wird?

Der nasenbreite Schnauzer kommt zwar fast bauhausmäßig schlicht daher, er ist aber auch ein Symbol des Bösen. Denn das borstige Viereck wurde vor allem durch seinen Träger Adolf Hitler bekannt. Wer sich derart frisiert, setzt sich unweigerlich dem Verdacht aus, selbst ein Nazi zu sein.

So ist das schwarze Bärtchen auch ein beliebtes Mittel, um Politiker zu diskreditieren. Auf dem Höhepunkt der europäischen Finanzkrise wurde beispielsweise die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auf Plakaten griechischer Demonstranten und in italienischen Zeitungen häufig entsprechend karikiert.

Gefördert von der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf, erforscht der Kultur- und Kunstwissenschaftler Friedrich Tietjen, wie der Tyrannenschnauzer zum Teufelshorn

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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