Dieser Text gehört zur Reihe "Bestseller von SPIEGEL+", er ist zuerst erschienen im SPIEGEL GESCHICHTE 2/2005.

Es ist der Nachmittag des 21. Juni 1940, als Adolf Hitler in Compiègne nordöstlich von Paris eintrifft. Der Diktator will der Unterwerfung Frankreichs persönlich beiwohnen und hat befohlen, dass für die symbolträchtige Zeremonie jener Eisenbahnwaggon aus dem Museum geholt wird, in dem Matthias Erzberger als Bevollmächtigter der Reichsregierung im November 1918 die deutsche Niederlage anerkannt hat.

Als er die von den Franzosen zur nationalen Wallfahrtsstätte ausgebaute Waldlichtung betritt, entdeckt Hitler einen Granitblock mit der Inschrift: "Hier scheiterte am 11. November 1918 der verbrecherische Hochmut des Deutschen Kaiserreichs, besiegt durch die freien Völker, die zu unterjochen es sich anmaßte." Hitler ordnet an, den Gedenkstein zu schleifen.

Während der Zeremonie wird die Präambel des Waffenstillstandsvertrags verlesen. Darin ist von der "Entehrung und Erniedrigung" Deutschlands

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der Ausgabe 2/2019.
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