Zwei Monate nach Beginn der Massendemonstrationen in Hongkong sendet Chinas Zentralregierung immer bedrohlichere Signale an die Protestbewegung: So hielt die Volksbefreiungsarmee öffentlichkeitswirksam Übungen ab, in denen die Niederschlagung von Aufständen geprobt wurde. In dieser Woche sagte der Direktor des Pekinger Büros für Hongkong-Angelegenheiten, Zhang Xiaoming, der Aufruhr trage "klare Züge einer Farbrevolution", und meinte damit die Umstürze in osteuropäischen Ländern wie etwa in der Ukraine. Peking werde nicht dulden, dass das "Chaos" sich fortsetze.

Mit dieser Rhetorik hat sich Chinas Regierung vor allem selbst unter Druck gesetzt. Ein blutiger Einsatz der Armee, ein zweites Tiananmen-Massaker, würde nicht nur das Wirtschaftsleben des wichtigen chinesischen Handels- und Börsenplatzes abwürgen. China machte sich 30 Jahre nach der Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens auch erneut zum globalen Paria - ein Szenario, das Peking mitten im Handelsstreit

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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