Der Bundesinnenminister malte die Apokalypse an die Wand. Er habe in Bayern den Kalten Krieg hautnah miterlebt, sagte Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch vor einer Runde aus Journalisten. Beim Fall der Mauer habe er geglaubt, man gehe in eine bessere Welt. Doch jetzt gebe es wieder überall Brennpunkte: in Moskau, in London, in der Ukraine, in Afrika. Er wolle nicht noch einen weiteren Konflikt provozieren, sagte der Minister. Deshalb sei er dagegen, den chinesischen Konzern Huawei beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes pauschal auszuschließen. Sonst gerate man am Ende mit China "in einen Krieg".

Seehofers endzeitliche Mahnung war eine indirekte Antwort auf den Brief des US-amerikanischen Botschafters in Berlin, Richard Grenell, an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Der Botschafter hatte darin gedroht, die Zusammenarbeit der US-Nachrichtendienste mit den Deutschen einzuschränken, sollten diese die Sicherheitsbedenken der USA beim Aufbau des 5G-Netzes nicht berücksichtigen. Mit anderen Worten:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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