Der Ministerpräsident und sein künftiger Stellvertreter bauen sich nebeneinander vor den Kameras auf: Markus Söder, groß und massig, trägt das Hemd offen wie ein moderner Manager. Hubert Aiwanger, einen Kopf kleiner, hat sich eine rot schillernde Krawatte umgebunden, wie für ein Vorstellungsgespräch.

Söder redet zuerst. "Es gibt ein großes Maß an Übereinstimmung." Aiwanger ergänzt: "Danke an die CSU für den respektvollen Umgang." Nur einen kleinen Spott erlaubt sich der Bewerber: Für den Nachmittag wünsche er Söder "viel Durchhaltevermögen mit den Kollegen aus Berlin".

Gemeint sind die Bundespolitiker der Grünen, die am Mittwoch in München zu ihren Parteifreunden hinzustießen, um dort mit der CSU eine Koalition zu sondieren. Doch die Christsozialen bevorzugen dafür nach dem Verlust der Alleinherrschaft die Truppe, die sie zuvor im Landtag zum Gespräch empfangen haben: die Freien Wähler mit ihrem Chef Aiwanger.

Tags darauf vereinbarten die potenziellen Partner schon offiziell Koalitionsverhandlungen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 43/2018.
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