SPIE­GEL: In Ihrem Buch "Wohn­wahn­sinn" erklären Sie, wie Investmentfonds, die Geld in Immobilien anlegen, zu den drastischen Steigerungen von Mieten und von Preisen für Eigentumswohnungen beitragen. In Berlin beispielsweise stiegen die Preise für Neuvermietungen innerhalb von zehn Jahren um knapp neunzig Prozent, in Wolfsburg um fast siebzig Prozent. Was halten Sie von der Forderung, Groß-Investoren zu enteignen?

Seidenspinner: Gar nichts. Enteignung würde heißen: Man zahlt den Eigentümern den Marktpreis, und der ist derzeit extrem hoch. Das Geld kann die öffentliche Hand doch gar nicht aufbringen. Ich will nur kurz daran erinnern, dass in Berlin die städtische Wohnungsbaugesellschaft GSW, die mehr als 60.000 Wohnungen besaß, von der rot-roten Regierung an einen Finanzinvestor verkauft wurde, um Haushaltslöcher zu stopfen. Knapp zehn Jahre später übernahm die Deutsche Wohnen dann die GSW. Das ist also ein hausgemachtes Problem. Mal abgesehen davon: Ich bin mir ziemlich sicher, dass vom

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