SPIEGEL: Herr Sittig, warum helfen Rechtsschutzversicherungen oft nicht, wenn man sie bei Streitigkeiten rund um eine Immobilie brauchen würde?

Sittig: Weil die Versicherungen solche Fälle in ihrem Vertrag ausschließen. Der Grund ist, dass Rechtsstreitigkeiten um Immobilien oft vorkommen und sehr teuer sind. Die meisten Bauherren wollen sich irgendwann mindestens bei einem Anwalt erkundigen, was sie zum Beispiel gegen unkorrekt arbeitende Handwerker unternehmen können. Nicht wenige ziehen auch vor Gericht. Das würde für die Versicherungen sehr ins Geld gehen und die Versichertengemeinschaft belasten.

SPIEGEL: Um welche Rechtsstreits geht es vor allem?

Sittig: Ein klassisches Beispiel ist, dass eine gekaufte Immobilie einen Mangel hat. Das Haus hat einen Hausschwamm, oder der Boden ist mit Chemikalien belastet. Etwas, das der Vorbesitzer dem Käufer mutwillig verschwiegen hat. Dagegen kann der Käufer klagen. Aber erstens ist eine Klage immer mit einem Risiko verbunden, zweitens kostet sie Geld,

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