Jennifer W. wähnte sich auf der Rückreise ins "Kalifat", als sie Ende Juni des vergangenen Jahres im niedersächsischen Lohne in ein Auto stieg. Der Fahrer des Wagens sollte sie zurückbringen, nach Syrien oder in den Irak. Zurück zum "Islamischen Staat" (IS).

Jennifer W. war zuvor gelungen, was sich viele jener Frauen und Männer wünschen, die einst zum IS gereist sind: unbehelligt von Polizei und Justiz wieder in Deutschland leben zu können. Nach rund anderthalb Jahren bei der Terrororganisation war sie seit Anfang 2016 zurück in ihrer Heimat. Doch Jennifer W. konnte sich darüber nicht freuen. Es sei hier "unerträglich", sagte sie Vertrauten, beim IS sei es viel schöner gewesen.

Ihre neuen Ausreisepläne erreichten über einen Informanten die amerikanische Bundespolizei FBI. Die US-Ermittler wandten sich an die deutschen Behörden und stellten auch gleich ihren Informanten zur Verfügung. Der FBI-Mann bot Jennifer W. zum Schein an, sie heim ins "Kalifat" zu bringen.

Das Auto, in das Jennifer W.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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