Der Titel, mit dem Israel an dem diesjährigen Eurovision-Wettbewerb teilnimmt, heißt "Home".

Der Interpret, Kobi Marimi, singt von Berggipfeln, die er barfuß hinaufstürmt, er umarmt das Wasser und spürt die Sonne auf der Haut. Irgendwann weiß er: "I am someone."

Kobi Marimi sagt, er habe vier verschiedene Lieder ausprobiert, die ihm für den Wettstreit geschrieben wurden. "Home" passe am besten. Es beschreibe seine Reise. Er sei ein dicker Junge gewesen. Er habe jedes Jahr mit seinen Schwestern, auch die dick, den Eurovision-Wettbewerb gesehen. An den Sieg von Dana International, der transsexuellen Popsängerin, die 1998 für Israel antrat, könne er sich leider kaum erinnern. Er war erst sechs Jahre alt. Erinnerungen habe er an den Wettbewerb von 2005, als Griechenland gewann und Israel Vierter wurde. Shiri Maimon sang damals: "Die Stille, die bleibt". Er habe geweint. Später habe er abgenommen. Als Netta im vorigen Jahr nach ihrem Sieg mit "Toy" auf dem Rabin-Platz empfangen wurde, stand er am Fenster seiner Wohnung.

Nun sei er an der Reihe. Ein Traum werde war. Er trete vor 200 Millionen Leuten auf, in seiner Heimatstadt Tel Aviv. Der ESC wirkt in dieser Erzählung wie ein Leben. Mit Anfang, Ende und Bestimmung. Ein einziger Schlager.

"And now I'm done. I'm coming home", heißt es im Lied.

"Jetzt, mit 27, bin ich jemand", sagt Kobi Marimi. "Darum geht es. Hoffnung. Ermutigung. Eine Reise. Eine Heimreise."

"Sind Sie zufrieden mit der Heimat, in die Sie reisen?"

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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