Später an diesem Abend wird es krachen, aber gerade ist es noch still im Hinterhof. Die Trillerpfeifen sind noch nicht verteilt, das Megafon liegt achtlos in der Ecke. Eine Gruppe von jungen linken Aktivisten steht zusammen. Sie bereiten den großen Auftritt vor, die Demo gegen Matteo Salvini.

Es ist Mittwoch am späten Nachmittag in La Spezia, einer Hafenstadt in Ligurien, im Norden Italiens. Zwei junge Frauen sprühen Parolen auf lange Tücher. Die Männer bringen Rettungswesten in einen Transporter, wie sie Flüchtlinge auf ihren Booten tragen – und große, rote Ballons.

An ihnen soll später ein Transparent über dem Innenminister in den Himmel steigen: "Von hier oben ist die Erde wunderschön, ohne Grenzen, ohne Barrieren." Francesco Terzago, von Beruf Kommunikationsmanager, sagt: "Wir kritisieren sein neues Sicherheitsgesetz, aber wir wollen auch eine positive Botschaft senden."

La Spezia ist an diesem Abend Schauplatz eines Konflikts, der Italien noch lange beschäftigen wird. Rechte und Linke

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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