Der Amazonas geht die ganze Menschheit an. Die Entwicklung des Weltklimas hängt davon ab, dass der tropische Regenwald bewahrt wird. Deshalb dürfen wir die Entscheidung über die Zukunft dieses Ökosystems nicht allein Brasiliens rechtsextremem Präsidenten Jair Bolsonaro überlassen. Europa darf nicht tatenlos zusehen, wie ein von Vorurteilen und Hass getriebener Wissenschaftsskeptiker riesige Urwaldflächen für Rinderfarmer und Sojapflanzer opfert. 

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze hat recht, wenn sie die Fördermittel ihres Hauses für den Klimaschutz in Brasilien auf Eis legen will. Es wäre naiv anzunehmen, dass derartige Projekte unter Bolsonaro eine Zukunft hätten. Das Gleiche gilt für den Amazonasfonds, der mit etwa einer Milliarde Euro von Norwegen und mit 55 Millionen Euro auch von Berlin mitfinanziert wird. Seit Bolsonaros Amtsantritt im Januar hat die brasilianische Regierung nicht ein einziges neues Fondsprojekt genehmigt. 

Bolsonaro will keine Zusammenarbeit beim Amazonasschutz;

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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