Wenn es in dieser schrecklichen Geschichte von einem reichen Ekel und seinen 14- oder 15-jährigen Opfern eine Heldin gibt, dann ist es Julie Brown, Reporterin beim "Miami Herald". Brown ist von eher kleiner Gestalt, 1,50 Meter groß, bekannt in der Redaktion als bissige, unermüdliche Wühlerin. Ihr Berichtsgebiet ist der Sumpf aus Verbrechen, Sex und Korruption, der im Süden Floridas besonders eindrucksvoll modert. Vor ungefähr zwei Jahren beschloss sie, einen alten Fall auszugraben. Es ging um den bestens vernetzten Schwerreichen Jeffrey Epstein, den die Staatsanwaltschaft in Florida im Jahr 2007 überraschend milde behandelte, nachdem er beschuldigt worden war, minderjährige Mädchen missbraucht zu haben.

Die schwierigsten Recherchen beginnen oft mit einer simplen Frage. Im Fall von Julie Brown lautete sie: Warum kam Epstein so glimpflich davon, obwohl sich so viele Frauen gemeldet hatten, die erklärten, sie seien als Mädchen von ihm zu sexuellen Handlungen gedrängt worden?

Brown verbrachte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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