Theaterstar Harzer: "Vielleicht haben die Zuschauer ein bisschen mehr geklatscht"
Philipp Schmidt / DER SPIEGEL
Theaterstar Harzer: "Vielleicht haben die Zuschauer ein bisschen mehr geklatscht"

Iffland-Ring-Träger Jens Harzer im Gespräch

"Ich stand da wie ein Schulkind"

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Jens Harzer hat Bruno Ganz als bedeutendster deutschsprachiger Schauspieler beerbt. Er kann sich vorstellen, die Auszeichnung erstmals an eine Frau weiterzureichen. Von Anke Dürr, Wolfgang Höbel

Freitag vergangener Woche, kurz vor elf Uhr vormittags, der Schauspieler Jens Harzer, 47, wacht nach einem Gastspiel an der Berliner Volksbühne in seinem Zimmer im Hotel Park Inn am Alexanderplatz auf. "Ich war heiser und ein bisschen ratlos, was ich mit dem Tag machen sollte. Ich wollte keinen sehen, weil am Abend die nächste Vorstellung war", erinnert er sich. Harzer telefoniert. Als er auflegt, hat er eine Nachricht eines ihm nicht bekannten österreichischen Kulturbeamten auf der Mailbox: Er, Harzer, sei der neue Träger des Iffland-Rings, in wenigen Minuten werde es offiziell verkündet. Kurz darauf ist die Mailbox voll mit Glückwünschen und Anfragen. So erzählt es der Schauspieler am Dienstag beim Gespräch in seiner Garderobe im ersten Stock des Hamburger Thalia Theaters, wo er seit 2009 Ensemblemitglied ist.

Der Iffland-Ring ist eine der bedeutendsten, auf jeden Fall die persönlichste Auszeichnung in der Theaterwelt: Der Träger gibt den Ring testamentarisch an den "bedeutendsten und

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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