Es ist leicht, Mitleid mit Jeremy Corbyn zu empfinden, man muss sich nur die vergangene Debatte zwischen ihm und Boris Johnson im Unterhaus anschauen. Gegen die sarkastischen Spitzen des Premiers wirkt der 70-jährige Corbyn wie ein hilfloser Lehrer, der die Witze aus der letzten Reihe über sich ergehen lässt. Als ihn Johnson am Mittwoch bei der Generaldebatte ein "Chlorhühnchen" nannte, blickte Corbyn schlecht gelaunt geradeaus, ohne eine Miene zu verziehen.

Ausgelacht zu werden ist das Lebensthema von Jeremy Corbyn, dem Labour-Vorsitzenden. Es wird ihn und seine Partei auch jetzt wieder beschäftigen, wenn es um die Frage geht, ob er eine mögliche Parlamentswahl gewinnen kann. Die Partei ist, wie bei so vielen Themen, auch in der Corbyn-Frage tief gespalten. Manche Labour-Mitglieder sagen, Corbyn wäre nach drei Tory-Premierministern genau der richtige Mann für das Amt. Andere lachen nur über die Vorstellung, dass er das Land regieren könnte. Prominente Labour-Abgeordnete bedrängten ihn zuletzt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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