Ein Bundestrainer kann sich nicht verstecken. Eingehüllt im dicken Mantel saß Joachim Löw am Mittwoch beim Champions-League-Achtelfinale des FC Bayern gegen den FC Liverpool auf der VIP-Tribüne der Allianz Arena in München. Fotografen observierten jede seiner Gesten und Regungen.

Die Frage war, wie Löw im Stadion des Rekordmeisters auftreten würde, nachdem er es in der Woche zuvor gewagt hatte, drei altgediente Bayern-Stars, Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng, aus der Nationalmannschaft zu werfen.

Die Antwort lautete: so unauffällig wie möglich. Mit großem Sicherheitsabstand zum grantelnden Bayern-Chef Uli Hoeneß hatte man Löw auf der Tribüne platziert. Konzentriert und weitgehend emotionslos verfolgte er die Partie, die mit einer 1:3-Niederlage und dem Champions-League-Aus für die Bayern endete. Nach dem Abpfiff verschwand der Bundestrainer mit großen Schritten in die eiskalte Nacht.

Joachim Löw hat lange Winterschlaf gehalten. Nach dem Länderspiel gegen die Niederlande im vorigen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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