Joe Kaeser soll entspannt und gut gelaunt gewirkt haben, als der Aufsichtsrat seine schleichende Entmachtung beschloss. Nach Schilderung von Teilnehmern war er fast durchgehend anwesend, als sich die Kontrolleure Mitte vergangener Woche im schweizerischen Zug trafen. Die Zusammenkunft wird einmal in die Firmengeschichte eingehen – als Anfang vom Ende der Ära Kaeser.

Bereits in den Wochen und Monaten zuvor herrschte in dem Konzern Unruhe: Würde "JK", wie der Chef intern zuweilen genannt wird, im Januar 2021 aufhören oder früher? Würde er gar noch eine Vertragsverlängerung herausschlagen – oder die Weichen stellen, um ab 2023 an die Spitze des Aufsichtsrats zu rücken?

Alles war offen, und Kaeser selbst hätte es gern weiterhin offengelassen, ob und wann er nach immerhin fast 40 Dienstjahren bei Siemens ausscheidet.

Diese Hängepartie wollten die Aufsichtsräte jedoch unbedingt vermeiden. Mehr noch: Einige von ihnen sollen mächtig Druck auf Kaeser ausgeübt haben, sein eigenes Ende einzuläuten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 39/2019.
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