SPIEGEL: Mr. Speaker, einige Ihrer Vorgänger wurden enthauptet. Beruhigt es Sie, dass diese Art der Bestrafung aus der Mode gekommen ist?

Bercow: Es ist erleichternd. Nicht weniger als sieben meiner Vorgänger endeten vor dem Scharfrichter. Glücklicherweise haben wir die Todesstrafe abgeschafft. Was immer auch passiert, ich werde wohl eher nicht meinen Kopf verlieren.

SPIEGEL: In Ihrem Fall gibt es einige Leute, die gerne zu drakonischen Strafen zurückkehren würden.

Bercow: Das mag so sein. Aber meine Verantwortung ist schlicht zu tun, was ich für richtig halte. Offen gestanden ist das in einer repräsentativen Demokratie die Pflicht eines jeden Abgeordneten, sonst nichts. Genauso hat der Sprecher die Pflicht, für das Parlament das Richtige zu tun. Es wird immer Leute geben, die sagen: „Ein Hoch auf dich, John, gut gemacht“, während andere meinen: „Es ist eine Schande, du solltest dich schämen“. Das nennt man Demokratie. Jeder hat das Recht auf seine oder ihre Meinung.

SPIEGEL: Einige Abgeordneten,

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