John Shipton trägt ein weißes Hemd und eine Krawatte, er spricht leise in einem gewählten australischen Englisch. Der Architekt reist derzeit durch Europa, um für die Freilassung seines Sohnes zu kämpfen.

SPIEGEL: Herr Shipton, es heißt, Sie hätten Julian Assanges Mutter Christine bei einer Demonstration gegen den Krieg kennengelernt, den die US-Regierung in den Sechzigerjahren in Vietnam führte. Hat Ihr Sohn Julian ein Revolte-Gen geerbt?

Shipton: Christine und ich trafen uns in Paddington, einem Viertel von Sydney, im Antiquitätenladen eines Freundes. Ich war auf dem Weg zu einer Antikriegsdemonstration. Das war im Jahr 1970. Ich sagte zu Christine: Willst du mitkommen? Und sie sagte: Ja. Also gingen wir zusammen zu dieser Demonstration gegen den Vietnamkrieg. Julian war gewissermaßen ein Ergebnis unseres Protests.

SPIEGEL: Ihr Sohn Julian hat auf seine Weise gegen die US-Außenpolitik protestiert. Er veröffentlichte mit der Enthüllungsplattform WikiLeaks im Jahr 2010 Dokumente aus dem Irakkrieg und

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