Noch bevor der Besucher die Klingel drücken kann, öffnet Jonathan Franzen die Tür. Der wohl bedeutendste amerikanische Schriftsteller der Gegenwart lebt in Santa Cruz, Kalifornien. Franzen, 59, gefeiert für seine Romane "Die Korrekturen" (2001), "Freiheit" (2010) und "Unschuld" (2015), ist immer wieder als hellsichtiger Kommentator des Zeitgeschehens hervorgetreten und hat soeben mit "Das Ende vom Ende der Welt" eine neue Sammlung seiner Essays veröffentlicht. Drei Hauptthemen prägen das Buch: die Zerstörung der Natur, vor allem die der von ihm geliebten Vogelwelt; die Verteidigung der Literatur und die Gefahren von digitalen Technologien aus dem Silicon Valley.

SPIEGEL: Herr Franzen, Sie sind vor einigen Jahren von New York nach Santa Cruz gezogen. Hat sich Ihr Blick auf die Tech-Industrie verändert, seitdem Sie quasi darin wohnen?

Franzen: Nur weil ich jetzt Nachbarn habe, die für Google arbeiten, hat sich meine Perspektive nicht verändert. Was sich verstärkt hat, ist mein Ärger über die

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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