Es ist ein spektakulärer Absturz. Und dass das Jüdische Museum nach wie vor die Besuchermassen anzieht, dass es ein wichtiger Teil der Selbstdarstellung der Berliner Republik ist und in einem der bemerkenswertesten Neubauten der Hauptstadt glänzt, macht ihn nur umso dramatischer. Als der Museumsneubau 1999 geöffnet wurde, in der Zeit, die einer der Gesprächspartner hier "Steinzeit" nennen wird, war es noch leer, eine erstaunliche Hülle, über die jeder sprach, der sich für Deutschland, für Berlin, für Geschichte, für Architektur interessierte. Und vielleicht liegt in dieser Leere der Anfangszeit der Grund für den phänomenalen Erfolg dieses Museums – und für das phänomenale Scheitern heute.

Denn das Museum ist vorerst gescheitert: Sein Direktor Peter Schäfer, 76, trat zurück, offenbar zermürbt von den sich widersprechenden Vorstellungen, was dieses Museum sein soll. Es ist zwar eine Institution des Staates und somit dem Kulturstaatsministerium unterstellt, aber der israelische Ministerpräsident

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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