Kurz bevor Kevin Kühnert im "Zeit"-Interview begann, etwas nebulös über eine Kollektivierung von BMW zu sinnieren, sagte der Juso-Chef einen ebenso klaren wie wahren Satz: "Es gibt Leute, die Kapital besitzen, und Leute, die dieses Kapital erarbeiten." In Deutschland aber hätten nur die wenigsten Bürger Zugang zu Vermögen.

Was Kühnert unterschlagen hat: Das Vermögen ist in Deutschland und anderswo nicht nur sehr ungleich verteilt, der Kapitalismus hat sich auch zu einer Art Umverteilungsmaschine entwickelt. In großen Teilen der industrialisierten Welt werden Einkommen seit etwa 30 Jahren in großem Stil von Arbeitnehmern zu Kapitalbesitzern transferiert.

Diese schleichende Verschiebung dürfte eine der Hauptursachen für die populistischen Bewegungen der vergangenen Jahre und das Aufbegehren der Jugend sein.

Das Problem ist nicht das Privateigentum an Immobilien oder Unternehmen an sich. Die Marktwirtschaft schafft mehr Wohlstand als alle bisher erprobten realsozialistischen Regime.

Aber seit

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