Niemals sich gehen lassen, unter keinen Umständen. Stets die Kontrolle behalten, über alles, immer und unbedingt. In diesem Punkt war Karl Lagerfeld, dieser rätselhafte Mann aus dem feinen Hamburger Vorort Blankenese, ganz der Hanseat, sein Leben lang, und ja, es war ein ausgesprochen gelungenes und bedeutungsvolles Leben.

Es ist drei Monate her, dass er sich das letzte Mal in Paris in der Öffentlichkeit zeigte. Auf den Champs-Élysées sollte er Ende November bei einer Feier die Weihnachtsbeleuchtung einschalten, begleitet von der Bürgermeisterin Anne Hidalgo, was traditionell ein kleines Ereignis ist in Frankreichs Hauptstadt. Paris im Advent. Der Sponsor: Chanel.

Es gibt Fotos dieses Abends, traurige Fotos. Lagerfeld eigentlich wie immer, hochgestreckter, weißer Hemdkragen, schwarze Krawatte, dunkle Brille, fingerlose Handschuhe, das weiße Haar zum Zopf gebunden, aber ein wenig alt und füllig geworden, ein weißer Vollbart hinzu, er sieht nicht gut aus. Auf einigen Aufnahmen sind seine Zahnreihen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 9/2019.
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