In Deutschlands Vorstandsetagen sind Frauen ungefähr so allgegenwärtig wie Ritterinnen im Mittelalter. Schafft es doch einmal eine in die heiligen Hallen der Herrschaft, meint sie sogleich beweisen zu müssen, was sie kann.

Das sei schon mal der erste Fehler, sagt Ex-Managerin Wiebke Köhler.

Statt loszuleisten, sollte die Neue im Konzern erst einmal ihre potenziellen Feinde identifizieren: die Neider, die den Job auch haben wollten. Die Loyalen, die am alten Chef hingen. Die Ego-Shooter. Die passionierten Intriganten. Manchmal auch die Gönner, die sich mit ihrem tollen Fang schmücken wollen. Denn halte man diese nicht in Schach, währe die Freude am Posten nur kurz - egal wie gut man sei.

Die These hat etwas für sich. Allein seit Anfang des Jahres verloren vier Spitzenfrauen ihre Position. Die prominenteste ist Janina Kugel, nur noch bis nächsten Februar bei Siemens für Personal zuständig. Die Deutsche Bank entließ Sylvie Matherat, Chefin für Regulierungsthemen. Bei der Allianz ging Personalerin

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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