Das Erste, was den Besucher überrascht, ist, wie ruhig es ist. Man sieht Menschen auf den Straßen, aber Geschäfte und Büros sind geschlossen. Schulen haben zwar offiziell geöffnet, doch die Klassenräume sind leer, weil viele Jungen und Mädchen aus Angst zu Hause bleiben.

Auf ein Rollgitter hat jemand den Slogan "We exist to resist" gesprüht: Wir leben, um uns zu widersetzen.

Die indische Regierung betont, die Situation in Kaschmir sei auf dem Weg zur Normalität. Oder was eben als normal gelten kann in einer Region, wo Sandsäcke und Stacheldraht den Weg versperren, wo Soldaten die Passanten aus Bunkerschlitzen beobachten, wo vergangenes Jahr mehr als 400 Menschen durch Terror und staatliche Gewalt starben.

Es ist jetzt drei Monate her, dass Indien seinem Teil von Kaschmir den Sonderstatus entzogen hat. Vorige Woche teilte die indische Regierung von Premier Narendra Modi den einst halb autonomen Bundesstaat in zwei Unionsterritorien auf, die künftig von Neu-Delhi regiert werden.

Hunderte Politiker

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2019.
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