Katie Hill war ein aufsteigender Star. Mit 31 erkämpfte sich die Demokratin aus Kalifornien einen Sitz im Kongress, indem sie den republikanischen Amtsinhaber Steve Knight schlug. Sie half ihrer Partei, das Repräsentantenhaus zurückzuerobern. Als Nancy Pelosi dessen Sprecherin wurde, holte sie Hill in ihr Führungsteam. 

Nun, zehn Monate später, ist Hills Karriere beendet. 

Eine Affäre (oder zwei), eine Scheidung, intime SMS, Nacktfotos: Auf dem Papier ist der Sturz Hills, die letzte Woche zurücktrat, eine besonders hässliche Episode der #MeToo-Ära, bei der die Frau diesmal doppelt gebrandmarkt ist, als Opfer und als Täterin. 

Doch hinter den Schlagzeilen steckt noch mehr. Der Fall der US-Hinterbänklerin, die erst durch den Skandal landesweit bekannt wurde, ist ein Lehrstück über die Doppelmoral der Politik - und die Abgründe der digitalen Gesellschaft. 

Diese Abgründe offenbaren sich in einem ganz speziellen Problem der Millennial-Generation, welches nun auch Hill trifft. "Revenge Porn" heißt

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