Das Feiern mit reichlich Alkohol war bei den Kelten en vogue
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Das Feiern mit reichlich Alkohol war bei den Kelten en vogue

Keltische Sitten

Kampftrinker der Eisenzeit

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Bei den Gastmahlen der Kelten floss griechischer Wein in Strömen. Doch bei den Gelagen ging es um mehr als nur einen ordentlichen Rausch. Von Dirk Husemann, Jutta Wieloch

Immer, wenn Asterix und Obelix ein Abenteuer überstanden haben, feiert ihr kleines gallisches Dorf ein Fest. Im Schein eines großen Feuers, über dem Wildschweine gegrillt werden, sitzen die Feiernden an einer runden Tafel. Sie heben Trinkhörner und Becher, die mit Wein aus Amphoren gefüllt sind. Damit stoßen sie – beim Teutates! – auf den guten Ausgang ihres jüngsten Wagestücks an.

Doch der Alkohol floss bei den Kelten – anders als in den Asterix-Comics – nicht nur zum Vergnügen. Das Festmahl war für die trinkfesten Kämpfer, Händler und Bauern der Eisenzeit vor allem eine Demonstration von gesellschaftlichem Status. "Gemeinsam trinken ist eine Form des Umverteilens", sagt Dirk Krauße, Landesarchäologe von Baden-Württemberg. "Wer Feste gibt, unterstreicht seinen sozialen Rang." Gastfreundschaft und Großzügigkeit könnten politische Machtinstrumente der Kelten gewesen sein.

Dass die Kelten sich gern dem hochprozentigen Rausch hingaben, war schon in der Antike ein Klischee, das griechische und

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 1/2019.
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