Stefan Spieker ist Geschäftsführer der Fröbel gGmbH, die knapp 190 Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen in zehn Bundesländern betreibt. Im vergangenen Jahr zeigte sich der Träger selbst beim Kultusministerium in Brandenburg an, um darauf aufmerksam zu machen, dass die rechtlichen Vorgaben zum Betreuungsschlüssel nicht eingehalten werden können.

Michael Fritz ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" in Berlin, die sich bundesweit für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einsetzt und bereits knapp 80.000 Pädagogen aus Kita, Hort und Grundschule fortgebildet hat.

SPIEGEL: Herr Fritz, Herr Spieker, die Gesellschaft wandelt sich, wird bunter und heterogener. Müssen sich auch Kitas verändern?

Fritz: Ich habe zehn Jahre lang mit Neurowissenschaftlern zusammengearbeitet. Die haben mir erzählt, wenn man sich die Gehirne von Kindern anschaut, stellt man fest, dass jedes Kind anders ist. Frühpädagogen wissen das bereits und können schon heute sehr gut damit umgehen.

Spieker: Bisher wird das System Kita oft zu stark für sich betrachtet. Dabei muss die Familie in der Kita eine größere Rolle spielen. Denn nur, wenn Kita und Familie gut zusammenwirken, können wir die Kinder optimal auf die Zukunft vorbereiten. Während der Kitazeit sind die Eltern täglich in der Einrichtung - hier sollte man die Chance nutzen, dass sich Eltern, gleich welcher sozialer Herkunft, als Bildungsbegleiter ihrer Kinder begreifen.

SPIEGEL: Wie könnte das aussehen?

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