Den Kopf kampflustig vorgebeugt, die Augen himmelwärts gerichtet, beginnt Klaus Lederer seine Ansage: "Ich werde hier nicht den Wiederaufbau des Palastes fordern", ruft er. "Ich bin doch nicht bescheuert."

Die Nikolaikirche in Berlins historischer Mitte ist an diesem Märzabend mit mehrheitlich weißhaarigen Menschen gefüllt. Der Palast, das ist der Palast der Republik, Sitz der Volkskammer und sozialistische Kulturvitrine der DDR. Lederer, Kultursenator der Hauptstadt, spricht vor den Freunden und Förderern des Stadtmuseums Berlin. Eigentlich ein harmloser Infoabend, viel Presse ist nicht da, ein Pflichttermin ohne großen Glamour.

Brisant ist der Abend trotzdem. Denn dort, wo der Palast der Republik einmal stand, ist in den vergangenen Jahren das neue Stadtschloss errichtet worden, in dem das sogenannte Humboldt Forum seinen Platz haben wird. 4000 Quadratmeter wird die Stadt Berlin bespielen, mit einer Ausstellung über ihre Geschichte. Darum dreht sich Lederers Vortrag. Das Publikum dürfte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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