SPIEGEL: Herr Töpfer, Sie haben schon 1988 gefordert, dass der Bundesumweltminister ein Vetorecht für jedes neue Gesetz bekommen solle, wenn es die Umwelt gefährdet. Damals hat Helmut Kohl die Idee gleich wieder kassiert. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, Ihren revolutionären Plan umzusetzen?

Töpfer: Selbstverständlich, ein Umweltministerium muss einschreiten können, wenn hohe ökologische Kosten drohen – genau wie der Finanzminister sich wehrt, wenn ein Gesetz zu hohe finanzielle Kosten verursacht. Ich bin froh, dass die Idee wieder diskutiert wird. Auch die aktuelle Bundesumweltministerin Svenja Schulze befürwortet sie.

SPIEGEL: Ist das Umweltministerium noch immer zu schwach?

Töpfer: Die Macht des Umweltministeriums schwankt immer mit dem aktuellen wirtschaftlichen Wohlstand. Aber wir belügen uns selbst, wenn wir glauben, wir lebten in hohem Wohlstand. Dieser Wohlstand ist nur geliehen. Die Kosten dafür wälzen wir ab, auf die Umwelt und auf künftige Generationen.

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