Wer Belege dafür sucht, dass die Kanzlerin in ihrer Großen Koalition nicht mehr viel zu sagen hat, muss nur die aktuelle Klimadebatte verfolgen. „Kein Pillepalle mehr“ hatte Angela Merkel gefordert, als sie im Frühsommer einen schwarz-roten Neustart im Kampf gegen die Erderwärmung angekündigt hatte. Nur drei Monate später legen die Koalitionsparteien Vorschläge vor, für die das P-Wort noch eine milde Untertreibung ist. Womit Union und SPD in die entscheidenden Klimagespräche der nächsten Woche ziehen wollen, ist bei näherem Hinsehen: Pillepalle zum Quadrat. 

Dabei ist entschiedenes Handeln gefragt. Verfehlt Deutschland die Klimaziele, wonach es derzeit aussieht, muss die Bundesregierung in den kommenden Jahren für viele Milliarden Euro CO2-Zertifikate von anderen europäischen Ländern kaufen. Vor allem im Verkehrs- und Gebäudesektor, wo weit mehr Treibhausgase ausgestoßen werden als erlaubt. 

Um eine solche Blamage abzuwehren, soll Kohlendioxid einen Preis bekommen, das hat Merkel schon vor

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