Das allererste Lebewesen in der nordischen Mythologie war ein zwitterhafter Riese namens Ymir, geboren aus einer Mischung aus Gletschereis und Feuer. In der "Snorra-Edda", einem Meisterwerk isländischer Dichtung aus dem 13. Jahrhundert, heißt es: "Als Nächstes kam, als Raureif tropfte, die Kuh Auðumla auf die Welt. Vier Milchflüsse flossen aus ihrem Euter, und sie fütterte Ymir."

Gletscher sind wichtig für die Isländer, sie waren es schon immer. Mehr als 300 gibt es auf der Insel. Sie sind Mythos und Alltag zugleich.

Neuerdings sind sie Anlass zur Sorge. Denn sie schmelzen.

Am kommenden Wochenende wird am Rande vom Okjökull, einem Gletscher im Westen des Landes, eine Gedenktafel enthüllt.

"Brief an die Zukunft" wird auf der Kupferplatte stehen, in isländischer Sprache: "Ok ist der erste bekannte Gletscher auf Island, der seinen Status als Gletscher verloren hat. In den kommenden 200 Jahren dürften ihm alle unsere Gletscher folgen. Diese Gedenkstätte soll bezeugen, dass wir wissen, was geschieht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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