Stehr, 77, gründete 2011 das Europäische Zentrum für Nachhaltigkeitsforschung an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Zuletzt veröffentlichte der Wissenschaftler das Buch "Gesellschaft und Klima".


SPIEGEL: Herr Stehr, das Klimathema polarisiert die Gesellschaft. Hier die Aktivisten von "Fridays for Future", dort die Anhänger von "Fridays for Hubraum". Wie ist es zu diesen Spaltungen gekommen?

Stehr: Die junge Generation hat zu großen Teilen erkannt, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht. Teile der älteren Generation sind bisher nicht überzeugt, dass ihr Leben von den Klimafolgen entscheidend beeinflusst sein wird. Dass das Klimathema oben steht, verdanken wir Greta Thunberg, aber auch den extremen Wetterbedingungen der vergangenen zwei Jahre.

SPIEGEL: Die Aktivisten von "Fridays for Future" haben anerkannte Wissenschaftler auf ihrer Seite. Wie kann es sein, dass der Klimawandel von "Fridays for Future"-Gegnern noch geleugnet wird?

Stehr: Die Politik insgesamt reagiert ja opportunistisch

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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