Die Polizisten wussten, dass die Situation kritisch war. Ein Mann im McDonald’s-Restaurant am Kölner Hauptbahnhof hatte eine brennbare Flüssigkeit entzündet und dabei ein Mädchen schwer verletzt. Nun hatte er sich in der nahe gelegenen Apotheke verschanzt und eine Frau als Geisel genommen. Der Bahnhof war geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

Da erreichte die Beamten die Nachricht: R. habe die Frau in seiner Gewalt mit Benzin übergossen, ihr einen Molotowcocktail in die Hand gegeben und ein Feuerzeug in den Mund gesteckt. Werde nicht auf seine Forderungen eingegangen, zünde er die Geisel an.

Um 14:55 Uhr, etwas mehr als zwei Stunden nach dem ersten Notruf, griff ein Spezialeinsatzkommando zu. Die Polizisten feuerten sechs Schüsse auf R. ab. Er wurde mehrfach getroffen, einmal davon in den Kopf. "Mit dem Ableben ist zu rechnen", heißt es dazu in einem Polizeivermerk. Die Geisel kam mit schwerem Schock frei.

Inzwischen liegt R. im Koma. Er soll außer Lebensgefahr sein. Doch wie aus internen Polizeivermerken

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