Ende April 2018 berichtete die Tochter dem Vater Verstörendes aus der Kita. Andere Kinder hätten sie ausgezogen und mit Stöcken in ihre Vagina gepikst, erzählte ihm die Vierjährige. "Als wir die Erzieherin angesprochen haben, hieß es nur: 'Davon haben wir nichts gehört, das kann nicht sein'", sagt der Vater. Es könne sich allenfalls um normale Doktorspiele in Gruppe 1 gehandelt haben.

War dem Kind die Fantasie durchgegangen, als es von Übergriffen hinter dem roten Häuschen im Kita-Garten berichtete? Die Eltern waren unsicher. Doch als auch ein anderes Mädchen, eine Dreijährige, von "Piks-Spielen" an den Genitalien berichtete und sich noch ein drittes Mädchen meldete, wurden die Eltern misstrauisch.

"Das hat meine Tochter die ganzen Sommerferien über nicht losgelassen", sagt der Vater. Bald wurde ihm klar: Ein Junge und ein Mädchen, beide fünf Jahre alt, hatten andere Kinder gequält. Teilweise seien, berichteten die Betroffenen, weitere Kinder dabei gewesen, die sie festgehalten oder zugeschaut

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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