SPIEGEL: Sie haben die Körpersprache von Politikern untersucht. Als leuchtendes Beispiel führen Sie IWF-Chefin Christine Lagarde an. Warum?

Verra: Sie tritt elegant und würdevoll auf. Erhabenheit geht damit einher, dass jemand sich erhebt – das tut sie schon durch ihre 1,80 Meter Körpergröße. Ein weiterer Faktor ist: Sie hält sich aufrecht, ihr Kopf liegt exakt in der Linie der Wirbelsäule. Wie bei indigenen Frauen, die Krüge und Gewichte auf dem Kopf tragen. Lagardes Haltung ist einer der Gründe für ihren Erfolg.

SPIEGEL: Lässt sich gute Haltung erlernen?

Verra: Lagarde hat sich ihr aristokratisches Auftreten vermutlich erarbeitet. Dass sie jahrelang als Synchronschwimmerin trainiert hat, mag geholfen haben. Mit ein paar Übungen kann jeder etwas an sich verändern. Aber Vorsicht: Wenn Sie zu sehr nach den Signalen der Erhabenheit streben, wird es Ihnen womöglich als Arroganz ausgelegt werden.

SPIEGEL: Gelten für Frauen und Männer dieselben Regeln?

Verra: Vor allem in Deutschland hält sich hartnäckig

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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