Mehr als 20 Jahre lang kämpfte das 30.000-Einwohner-Städtchen Naumburg an der Saale für seinen Dom, bevor es im vorigen Jahr so weit war: Im dritten Anlauf wurde das mittelalterliche Gebäude zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Der Kirchenbau mit drei vom Leipziger Künstler Neo Rauch gestalteten Fenstern und der berühmten Stifterfigur Uta ist eine der größten Attraktionen in Sachsen-Anhalt. Doch so stolz die Region auch sein mag auf das Wahrzeichen, derzeit wird viel darum gestritten.

Für 1,8 Millionen Euro sollen zwei Gebäude vor dem Dom saniert werden, weitere 800.000 Euro sind für die Reinigung der aschgrauen Fassade eingeplant - beides finanziert aus dem neuen Sofortprogramm der Bundesregierung, das für den Strukturwandel in den Kohleregionen vorgesehen ist.

Der von der Landesregierung in Magdeburg angemeldete Förderwunsch ist allerdings für viele Bürger der Region kaum nachvollziehbar. Denn Naumburg gehört nicht zum Kerngebiet des Kohletagebaus, und für neue Industriearbeitsplätze sorgen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2019.
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