Der Mann, der den Krieg zurück nach Kolumbien bringen will, ist ein Kerl mit Oberlippenbart, dunklen Augen und einer 9-Millimeter-Pistole im Gürtel. Er heißt Danilo Alvizu und trägt Tarnhose, ein Che-Guevara-T-Shirt und Gummistiefel. "Das ist ein historischer Moment", sagt Alvizu. Er klingt ein wenig ergriffen von sich selbst.

Es ist Mitte vergangener Woche, vor ihm haben sich 20 Männer und Frauen aufgestellt, irgendwo im stickigen Urwald im Süden von Kolumbien, unweit der Grenze zu Ecuador. Viele der Männer und Frauen, die sich vor Alvizu aufgebaut haben, tragen grüne Uniform und schwarze Stiefel wie ihr Kommandant, manche halten Schnellfeuergewehre in den Händen. Die Luft ist brütend heiß, alle schwitzen. In den Baumwipfeln kreischen Affen.

Alvizu ist Kommandant eines neu mobilisierten Kampfverbands der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc), jener marxistischen Guerilla, die in Kolumbien nach jahrzehntelangen zähen Kämpfen vor drei Jahren ihre Waffen niederlegte und ein Friedensabkommen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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