Ehemalige Weltmeisterin Vogel beim Bogenschießen im Unfallkrankenhaus in Berlin: "Mann, was ist denn los heute?"
MAURICE WEISS / OSTKREUZ / Der Spiegel
Ehemalige Weltmeisterin Vogel beim Bogenschießen im Unfallkrankenhaus in Berlin: "Mann, was ist denn los heute?"

Ein Jahr mit der Olympiasiegerin

Wie sich Kristina Vogel zurück ins Leben kämpft

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Seit ihrem Trainingsunfall sitzt die Rad-Olympiasiegerin im Rollstuhl. Schafft sie den Weg zurück in den Alltag? Unsere Autorin hat Kristina Vogel ein Jahr lang begleitet. Von Antje Windmann

Es gibt wenige Dinge, die Kristina Vogel nicht leiden kann: Menschen, die nur meckern. Die Frage, welchen Sport sie nun betreiben will. Und Leute, die sich unberechtigt auf Behindertenparkplätze stellen. Dann wird die 28-Jährige schon mal deutlich. So wie Anfang Mai am Hauptbahnhof in Erfurt.

Es ist ein frischer, windiger Morgen. Vogel hat gerade ihren ersten Wahlkampfauftritt hinter sich. Sie kandidiert für den Stadtrat, CDU, Listenplatz zwei. Barrierefreiheit ist eines ihrer Themen. Mit einem Sonderzug ist sie in Vororte der thüringischen Landeshauptstadt gefahren.

Vogel trägt eine graue Hose, einen hellen Blazer und Wildlederstiefeletten. Sie sieht müde aus, reibt sich die Augen. Sie hat älteren Damen die Hände geschüttelt, sich deren Sorgen angehört, freundliche Worte gefunden. Nicht so aber für eine Frau mittleren Alters, die "mal eben" ihr Auto auf einem der Behindertenparkplätze auf dem Bahnhofsvorplatz abstellt.

Vogel ist Bundespolizistin, der Erfurter Hauptbahnhof war ihr Revier,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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