SPIEGEL: Frau Bremer, Sie haben fast fünfzig Jahre lang als Lehrerin gearbeitet, die meiste Zeit davon waren Sie Leiterin der Grundschule in der kleinen Gemeinde Großenheidorn. Wie hat sich das Thema Migration für Sie in diesen Jahren verändert?

Bremer: Als ich anfing, kamen die Kinder aus Südeuropa und der Türkei, weil die Eltern sich in Deutschland bessere Arbeitsbedingungen erhofften. Später waren es die Kriege, vor denen die Familien geflohen waren: der Bürgerkrieg im Libanon, der Balkankrieg, der Syrienkrieg. Zwischen den Wirtschaftsmigranten und den Kriegsflüchtlingen gab es einen grundlegenden Unterschied: Die Flüchtlingskinder hatten teilweise monatelang keine Schule besucht.

SPIEGEL: Wie gut hat denn damals, in den Anfängen Ihrer Karriere, die Integration in die Klasse geklappt?

Bremer: Ich erinnere mich gut an Melissa, die aus Griechenland kam. Sie hat mich schwer beeindruckt, weil sie sich sehr schnell das Lesen angeeignet hatte und und sich dann quer durch die Schulbibliothek

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