Leichtbauexperte über SUVs

"Jedes Gramm, das ich beschleunige, kostet Energie"

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Der Unternehmensberater und Leichtbauexperte Rainer Kurek, 51, über den Trend zu immer schwereren Autos, die Nöte der Hersteller und den Charme von Naturfasern.

SPIEGEL: Ein VW Golf wog vor 40 Jahren 790 Kilogramm, gut acht Zentner weniger als das leichteste Modell im aktuellen Programm. Wie konnten Autos zu solchen Kolossen werden?

Kurek: Es gibt gute Gründe. So verfügen moderne Autos über eine Crashsicherheit, die ein Golf der Siebzigerjahre nicht im Ansatz erreichte. Die Gesetzesauflagen und die Erwartungen der Kunden sind ganz andere als damals.

SPIEGEL: Also einfach so weitermachen, bis Autos fünf Tonnen wiegen?

Kurek: Nein. Um die kommenden Verbrauchsvorschriften zu erfüllen, müssen Autos wesentlich leichter werden. Motorentechnik allein kann das nicht leisten.

SPIEGEL: Rennwagen werden aus CFK, mit Carbonfasern verstärktem Kunststoff, gebaut. Die sind dann extrem leicht – und teuer. BMW wollte CFK massenhaft und billiger produzieren, rückt aber von der Strategie wieder ab. Ein Irrweg?

Kurek: Die Leichtbauinitiative von BMW verdient Respekt, sie hat für unzählige Erkenntnisse gesorgt, von denen die ganze Branche profitiert. Jetzt geht es darum,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
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