General Khalifa Haftar hat seine Karriere darauf gegründet, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen: Er sagte sich von Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi los, bevor dieser bei seinem Volk in Ungnade fiel. Er machte mal mit der CIA gemeinsame Sache, mal mit Russland – und brachte den Osten Libyens weitgehend unter seine Kontrolle. Nun aber sieht es so aus, als könnte sich Haftar ernsthaft verzockt haben.

Haftars Libysche Nationale Armee (LNA), eine Zweckgemeinschaft aus Ex-Gaddafi-Offizieren, Söldnern, Salafisten und lokalen Milizen, ist in den vergangenen Monaten vom Osten Libyens immer weiter in den Westen vorgerückt, weshalb Haftar offenbar davon überzeugt war, auch die Hauptstadt Tripolis einnehmen zu können, in der die international anerkannte Regierung von Premier Fayez Sarraj ihren Sitz hat.

Just am 4. April, dem Tag, an dem sich Uno-Generalsekretär António Guterres im Land aufhielt, blies Haftar zum Sturm auf Tripolis. Er setzte augenscheinlich darauf, eine Spezialeinheit

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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