Nichts ist mehr sicher in Frankreich, das Land ist in Aufruhr. Noch immer protestieren die Gelbwesten jeden Samstag, immer wieder kommt es zu Unruhen, Hunderte Polizeiübergriffe sind mittlerweile dokumentiert. Als Antwort hat Präsident Emmanuel Macron eine Debatte angestoßen, die sich längst zu einem großen Gespräch über die Zukunft der Republik entwickelt hat, mit offenem Ausgang. Und nun ist in der vergangenen Woche ein Skandal ans Licht gekommen, der eine ganze Reihe bekannter, eher linksliberaler Pariser Journalisten als bandenmäßige Cybermobber enttarnte.

Die Sache begann vor rund zehn Jahren. Damals organisierte sich auf Facebook eine Clique angehender Medienleute, die den damals noch recht wenig genutzten Kurznachrichtendienst Twitter für sich erobern wollte. Sie gaben sich den Namen "Ligue du LOL" – die Liga des lauten Lachens oder, treffender, des Auslachens.

Ihre Geschichte entfaltet, je mehr man sie studiert, einen immer umfassenderen Horror. Zwar wurden einige von ihnen suspendiert,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 8/2019.
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