SPIEGEL: Herr Spohr, wann haben Sie das Wort "Flugscham" zum ersten Mal gehört?

Spohr: Schon sehr früh, und zwar von meinem schwedischen Kollegen Ulrik Svensson, unserem Finanzvorstand. Wir haben beide Kinder und wissen daher schon länger, dass da ein Thema auf uns zurollt. Und wir haben beschlossen, es offen anzusprechen und nicht defensiv damit umzugehen.

SPIEGEL: Was heißt das?

Spohr: Dass wir uns mit der Frage beschäftigen, wie eine ökologische Zukunft der Luftfahrt aussehen könnte, und uns dabei nicht bloß von außen treiben lassen wollen. Ich nehme das ernst.

SPIEGEL: In Schweden steigen jüngere Menschen verstärkt auf die Bahn um, so wie das ihr Vorbild, die Umweltaktivistin Greta Thunberg, propagiert. Merken Sie diesen Trend auch in Deutschland?

Spohr: Nein, im vergangenen Monat ist unsere Passagierzahl erneut um fast drei Prozent gewachsen.

SPIEGEL: Gut für Sie, schlecht fürs Klima.

Spohr: So simpel ist das nicht. Viele Kurzstreckenflüge sind für uns selbst unprofitabel. Wir drängen daher

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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