An die Hauptversammlung Anfang Mai in der Frankfurter Jahrhunderthalle denkt Lufthansa-Chef Carsten Spohr, 51, gern zurück. Sichtlich geschmeichelt nahm Spohr die Huldigungen seiner Anhänger entgegen, die den Rekordgewinn lobten.

Kurz vor Schluss wurde es allerdings spannend. Ob es denn stimme, dass die Lufthansa mit der Restaurierung eines Flugzeug-Oldies vom Typ Lockheed Super Star bis zu 200 Millionen Euro versenkt habe und das Projekt deshalb einstelle, wollte ein Aktionärsschützer wissen.

Spohr war vorbereitet, er moderierte das Thema elegant ab: Man habe allenfalls rund 150 Millionen Euro verbraten, versicherte er, ein Drittel davon hätten Sponsoren beigesteuert. In den nächsten Wochen oder Monaten, teilte er beiläufig mit, werde das halb fertige Flugzeug ohnehin aus den USA nach Deutschland überführt. Dann sehe man weiter.

Dass die Maschine, anders als geplant, nie wieder fliegen würde, sparte Spohr bewusst aus – aus gutem Grund. Denn was der Lufthansa-Chef da verkündete, war ein Sakrileg.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 43/2018.
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