Eigentlich war es gut gelaufen für Joseph Muscat, den Ministerpräsidenten von Malta. Die Wirtschaft im Land wuchs. Seine Labour-Regierung war beliebt. Und als die Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia vor zwei Jahren durch eine Autobombe ermordet wurde, versprach er ebenso erschüttert wie entschlossen, jeden Stein umzudrehen, bis ihre Mörder gefasst seien. Wenige Wochen später wurde das mutmaßliche Killerkommando verhaftet. Die Malteser konnten wieder relativ ungestört Onlinecasinos unterhalten, EU-Pässe an reiche Ausländer verkaufen oder mit Siemens und einem aserbaidschanischen Konzern im Auftrag des Staates ein lukratives neues Gaswerk im Wert von fast einer halben Milliarde Euro betreiben.

Muscat konnte sich stark fühlen. So stark, dass er seinen Stabschef und den für Energiepolitik zuständigen Tourismusminister protegierte. Obwohl beide dubiose Offshorefirmen in Panama besaßen, wie Caruana Galizia berichtet hatte. Und obwohl die Spur des Geldes von einem maltesischen Miteigentümer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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