Als die Führung der SPD gerade um ein weiteres Mitglied schrumpfte, stand Malu Dreyer vor der Tür eines Sitzungssaals in Wiesbaden und gab einen Ausblick auf ihre künftige Rolle. Sie sei in den nächsten zwei Monaten "sozusagen" die Stimme der SPD nach außen, "die eine, die noch übrig geblieben ist". Ihre Amtszeit werde ja "auch nicht mehr wirklich furchtbar lang" dauern.

Sie versuchte erst gar nicht zu verbergen, dass sie den Tag herbeisehnt, an dem sie nicht mehr SPD-Vorsitzende sein muss.

Wenige Minuten zuvor hatte die Mainzer Ministerpräsidentin versucht, den umstrittenen Klimapakt zu verteidigen, den die SPD-Spitze in Berlin mit der Union ausgehandelt hatte. Immerhin werde das Fliegen teurer und das Bahnfahren billiger, mühte sich Dreyer: "Ich finde schon, dass das Paket sozialdemokratisch ist." Neben ihr der scheidende Co-Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel, für den der Termin schon Teil seines Abschieds aus der Politik war.

Dreyer war Anfang Juni mit Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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